Geschichte der Haartransplantation

Geschichte der Haartransplantation

Haartransplantation – Eine Geschichte mit Zukunft

Die ersten Berichte von der Transplantation von behaarter Haut stammen aus dem 18.Jahrhundert aber erst im 20. Jahrhundert wurden bedeutende Entwicklungen gemacht. Mit der Öffnung Japans gegenüber dem Ausland nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Durchschlagstechnik (Punch Technik) des Dermatologen Okuda in der Welt bekannt. Kleine Durchschläge (punches) behaarter Haut wurden dabei in den Empfängerbereich verpflanzt.

Dr. Norman Orentreich, Dermatologe aus New York, machte in den späten fünfziger Jahren die Haartransplantation auch in der westlichen Welt bekannt. Mit Versuchen zur Haartransplantation konnte er beweisen, dass transplantiertes Haar auch weiterhin wächst, wenn es aus einem vom Haarausfall nicht betroffenem Areal entnommen und auf die kahle Stelle transplantiert wird. Ab diesem Zeitpunkt wurden dann Haartransplantationen regelmäßig durchgeführt. Bis 1961 sind ca. 200 Haartransplantationen dokumentiert und im Jahr 1966 waren es 10,000 Menschen in aller Welt, die eine Haartransplantation von Dr. Norman Orentreich bekommen haben.

Sein einstiger Schüler Dr. Walter P. Unger beschrieb 1994 den Bereich, aus dem man am sichersten Haare für eine erfolgreiche Haartransplantation entnehmen kann, als „Safe Donor Zone“ („sicherer Donorbereich“). Da die zu transplantierenden Haare im Empfängerbereich nur solange bleiben werden, wie sie es auch im ursprünglichen Bereich tun würden, ist das Ergebnis dieser Studie von entscheidender Bedeutung für Haartransplantationen nach der FUE und FUT Methode.

Die Geschichte der FUE Methode

Der Erfinder der FUE Methode ist heute nicht eindeutig zu benennen. In den späten achtziger Jahren waren es Dr. Carlos Oscar Uebel aus Brasilien und Dr. William Rassman aus den USA, die mit ihrer punktförmigen Technik bzw. der hohen Anzahl von Grafts (Transplantat) die Haartransplantationstechniken vorantrieben. Der Japaner Dr. Masumi Inaba beschrieb 1988 wohl als erster die Methode bei der mit einer 1 mm starken Nadel follikuläre Einheiten entnommen werden (Follicular Unit Extraction). 1989 waren es die Geschwister Dr. Ray Woods und Dr. Angela Woods aus Sydney, Australien, die mit der FUE öffentlich Patienten behandelten. Dr. William R. Rassman und Robert M. Bernstein beschrieben dann 2002 das erste Mal komplett die FUE Methode in ihrer Publikation „Follicular Unit Extraction: Minimally Invasive Surgery for Hair Transplantation“.

Der große Vorteil der FUE Methode gegenüber der FUT Methode liegt darin, dass es keinen Schnitt und keine Entnahme ganzer Hautareale kommt. Stattdessen werden nur die Haarwurzeln einzeln entnommen. So bleiben keine Narben zurück und auch die Heilungsphase ist eine wesentlich kürzere.

Die FUE Methode gilt heutzutage weltweit als die fortschrittlichste und erfolgreichste Methode der Haartransplantation. Bei HTA werden alle Haartransplantationen ausschließlich mit der FUE Methode durchgeführt.

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